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Hanna Svensson: Spannender Krimi aus Schweden

Hanna Svensson: Spannender Krimi aus Schweden © B-Reel Films AB / ZDF Enterprises

Eine schwedische Kommissarin bringt ihren Sohn unwissentlich in Gefahr, als sie ein Drogenkartell in Stockholm zu Fall bringen will.

Ausländische Serien werden hierzulande gerne mal recht unglücklich umbenannt. Die schwedische Krimireihe "Innan vi dör", was übersetzt "Bevor wir sterben" heißt, trägt im Deutschen den Titel "Hanna Svensson: Blutsbande". Dieser verkauft den spannenden Mehrteiler viel zu nüchtern und sorgt zu allem Überfluss für Verwechslungsgefahr: Auch die schwedischen Dramaserie "Tjockare än vatten" ("Dicker als Wasser") lief zuletzt im Programm von Arte als "Blutsbande".

Da hat die zuständige ZDF-Redaktion vorab wohl schlecht recherchiert. Darüber hinaus hat sie sich dafür entschieden, die zehn Einzelfolgen von "Innan vi dör" zu fünf TV-Filmen zusammenzuschneiden. Das zerstört die Spannungskurve zwar nicht vollends. Allerdings wirkt die Serie dadurch langatmiger, als sie eigentlich ist. Deshalb greifen Nordic-Noir-Fans am besten direkt zur DVD- oder Blu-ray-Box. Darauf gibt es die Staffel in knapp einstündigen Episoden zu genießen.

Eine gebeutelte Kommissarin

Auch wenn die Geschichte, ganz typisch für eine skandinavische Produktion, langsam erzählt wird, zieht sie schnell in ihren Bann:

Für die Stockholmer Kommissarin Hanna Svensson (Marie Richardson) läuft es nach einem Zwischenfall vor zwei Jahren nicht sonderlich gut. Damals hat sie ihren Sohn Christian (Adam Pålsson) verhaften lassen, weil der das Drogen-Dealen nicht sein lassen wollte. Obwohl Hanna als Polizistin richtig gehandelt hat, wurde sie zur Mitarbeiterin der Wirtschaftskripo degradiert. Jetzt will sie ihre junge Vorgesetzte auch noch frühzeitig in den Ruhestand schicken.

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Doch alles kommt anders, als plötzlich Hannas Kollege und Liebhaber Sven (Johan Hedenberg) verschwindet. Hanna wird treibende Kraft bei der Suche nach dem entführten Cop. Das passt Svens misstrauischem Partner Björn (Magnus Krepper) so gar nicht in den Kram. Erst als sich die Situation zuspitzt, funktioniert die Zusammenarbeit der Ermittler besser.

Der unbekannte Informant

Erste Spuren führen ins Rockerbanden-Milieu. Offenbar war Sven an einer großen Sache dran. Dafür arbeitete er auch mit einer vermeintlichen Informantin namens INEZ zusammen, die nun Hanna via Handy Nachrichten zukommen lässt. Tatsächlich steckt hinter INEZ Hannas Sohn, der seit seiner Haftstrafe nicht gut auf sie zu sprechen ist und nur in losem Kontakt mit ihr steht.

Christian hat sich als Tellerwäscher in das Restaurant einer kroatischen Mafiafamilie eingeschlichen, um Sven bei seinen Ermittlungen zu unterstützen. Mehr und mehr wird er auf Hannas Drängen hin in die Machenschaften der Mimicas verstrickt. Gangster-Boss Davor (Alexej Manelov) scheint einen baldigen Coup zu planen und geht über Leichen, um sein Ziel zu erreichen.

Die Serie lebt von den vielen gefährlichen Situationen, in die sich Hanna und Christian manövrieren. Dabei erstaunt es immer wieder, wie unvorsichtig nicht nur der Ex-Knacki als Maulwurf agiert. Hanna verhält sich als Kommissarin oft genauso dämlich. Die anderen Ermittler folgen übrigens ihrem schlechten Beispiel.

Konstruierte Spannungsmomente

Dieses unprofessionelle Vorgehen der Beamten zielt allein darauf ab, spannende Momente heraufzubeschwören. Mit der Logik dürfen es die Zuschauer nicht so genau nehmen. Dafür können sie prima mit den Protagonisten mitfiebern: Das entfremdete Mutter- und Sohn-Gespann, das anfänglich unwissentlich miteinander kommuniziert, könnte mit Marie Richardson ("GSI - Spezialeinheit Göteborg") und Adam Pålsson ("Don't Ever Wipe Tears Without Gloves") nicht besser besetzt sein. Die spannungsreiche Beziehung zwischen Hanna und ihrem Sprössling setzen die beide sehr glaubwürdig um.

Anders als Nordic-Noir-Klassiker wie "Kommissarin Lund" oder "Die Brücke" legt "Innan vi dör" wenig Wert auf atmosphärische Bilder. Es handelt sich mehr um solide inszenierte Krimi-Kost, für das sich das Regie-Quartett Simon Kaijser, Kristian Petri, Kristina Humle und Jonas Westbom verantwortlich zeichnet.

Fortsetzung folgt im Herbst 2019

Die Serie entwickelt mit zunehmender Laufzeit aber auch ohne stylische Optik einen regelrechten Sog: Man will am liebsten gleich wissen, wie es weitergeht. Und macht nicht genau das eine gute Serie aus?

In Schweden holte "Hanna Svensson: Blutsbande" bis zu 43,2 Prozent Marktanteil und zählt damit zu den erfolgreichsten Krimis der vergangenen Jahre. Eine zweite Staffel ist daher längst in Arbeit und soll im Hebst 2019 bei svt Premiere feiern. Der Serienauftakt entstand als Koproduktion zwischen dem schwedischen Fernsehen und dem ZDF.

"Hanna Svensson: Blutsbande": Veröffentlichung am 22.03.2019 auf DVD, Blu-ray und digital (Edel Germany GmbH)

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  • Rezension zu:
    Hanna Svensson: Blutsbande / Staffel 1
  • Redaktionswertung:
    Redaktionswertung
Leserwertung:
(4 Stimmen)

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