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Wolf Creek: Serien-Fortsetzung enttäuscht

Wolf Creek: Serien-Fortsetzung enttäuscht © Polyband Medien GmbH / Stan Entertainment

Der australische Killer Mick Taylor aus dem Horrorfilm "Wolf Creek" mordet jetzt auch in Serie.

Der australische Streaming-Anbieter Stan hat aus der Slasher-Filmreihe "Wolf Creek" eine Horrorserie gemacht. Die erste Staffel umfasst sechs Episoden und stammt bereits aus dem Jahr 2016. Erst jetzt erscheint sie hierzulande auf DVD und Blu-ray. Digital ist sie über den "Shudder Channel" via Amazon Prime verfügbar.

Inhaltlich handelt es sich nicht etwa um eine Neuauflage der bereits bekannten Geschichte, sondern um ein Spin-off zu den beiden Filmen aus den Jahren 2005 und 2013. Schauspieler John Jarratt schlüpft auch in der Serie in die Rolle des Killers Mick Taylor.

Brutales Blutbad zum Auftakt

Der Auftakt fällt noch ähnlich brutal aus wie die Kinostreifen: Taylor trifft im australischen Outback auf eine US-Familie, die mit dem Wohnwagen unterwegs ist. Bei einem vermeintlich idyllischen Lagerfeuer metzelt der Psychopath die Eltern und den kleinen Bruder der jungen Leistungssportlerin Eve (Lucy Frey) ab. Die Jugendliche selbst kann verwundet entkommen.

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Als sie etwas später im Krankenhaus zu sich kommt, ist Polizist Sullivan Hill (Dustin Clare) zur Stelle. Er kümmert sich besorgt um das traumatisierte Mädchen. Doch der rebellische Wildfang will nicht auf seine guten Ratschläge hören und nimmt kurzerhand Reißaus. In einem heruntergekommenen Van macht sie sich auf, um den grausamen Mord an ihrer Familie zu rächen.

Überall droht Gefahr

Es folgt ein von Regisseur Tony Tilse ("Ash vs Evil Dead") trotz des eingeschränkten Produktionsbudgets stylisch inszenierter Road-Trip durchs australische Hinterland. Blutige Episoden mit dem Killer finden dabei zunächst nur sporadisch statt, was Fans der Filme enttäuschen dürfte. Dafür bedienen zahlreiche andere Ekelszenen die Horror-Zielgruppe: Eve manövriert sich immer wieder in unangenehme Situationen mit hoher Verletzungsgefahr.

Um die dünne Grundstory noch etwas hinauszuzögern, trifft die Protagonistin pausenlos auf zwielichtige, schmierige und irre Kerle, die ihr an die Wäsche oder alternativ an die Gurgel wollen. Bei all den absurden, albtraumhaften Ereignissen spielt die Logik nur eine untergeordnete Rolle.

Regiewechsel in der Finalfolge

Leider will wider der bedrohlichen Szenarien keine Spannung aufkommen, weil es durchgehend an Atmosphäre fehlt. Blut, Gewalt und Widerwärtiges provozieren ohne subtile Andeutungen aus dem Stand heraus. Hauptdarstellerin Lucy Frey ("11.22.63") spielt ihre Rolle außerdem viel zu nüchtern und emotionslos.

Eve ist aber auch kein sonderlich durchdachter Charakter, verhält sich aus dramaturgischen Gründen stets so unvorsichtig wie möglich. Das nervt mit zunehmender Laufzeit und man wünscht sich fast ein tragisches Ende bei so viel Dämlichkeit. Für das splattrige Staffelfinale übernimmt schließlich Film- und Serienschöpfer Greg McLean die Zügel als Regisseur. Keine gute Entscheidung, denn es kommt zum Bruch mit Tilses Stil und Konzept.

Das Gemetzel geht weiter

Die letzte Folge ist geprägt vom konstruierten Showdown mit einem fast schon übermenschlichen Bösewicht. Viel zu spät im Geschehen werden zudem Taylors Motive in Form von Rückblenden zu erklären versucht. Ähnlich gezwungen und unglaubwürdig wirkt die Romanze zwischen Eve und Sullivan. Diese hätte schon viel früher konkret werden müssen, um zum bitteren Ende noch zu Tränen zu rühren.

Ein absehbarer Cliffhanger macht den Weg frei für Staffel 2, die bereits im Dezember 2017 Premiere bei Stan feierte. Taylor wird sich in der Fortsetzung übrigens neue Opfer vorknöpfen. Das altbekannte Slasher-Spiel beginnt also von vorn, aber immerhin wieder nur über die Dauer von sechs, ca. 45-minütigen Folgen. Mehr gibt die abgedroschene Serienkiller-Mär aus Australien auch nicht her.

"Wolf Creek: Staffel 1": Veröffentlichung am 25.05.2018 auf DVD und Blu-ray (Polyband / WVG)

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  • Rezension zu:
    Wolf Creek: Staffel 1
  • Redaktionswertung:
    Redaktionswertung
Leserwertung:
(1 Stimme)

Kommentare  

#2 Procto Bene 2018-07-13 12:52
Deutsche Sprache, schwere Sprache, was?!
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#1 Schopppe Su 2018-07-12 20:36
Genial.


1. Teil ... mega
2. Teil ... mega

Serie staffel 1 ... mega


Hey. Wenn ihr schon 1 und 2 geglotzt habt.
Dann bitte, no und bitte double no... Vorverurteilung.


Spannung pur.


Wir warten bis 2020. Teil 3 in den Kinos.
oder uns Staffel 2 vorher erwischt.

LG from Germany
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