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Bates Motel: Viele Leichen im Serienfinale

Bates Motel: Viele Leichen im Serienfinale © Universal Pictures Germany

Das große Serienfinale von "Bates Motel" war bereits im Pay-TV zu sehen und findet nun den Weg ins Heimkino. Wird die Geschichte um Norma und Norman Bates zufriedenstellend abgeschlossen?

Achtung: Die folgende Rezension enthält Spoiler!

Bereits nach der vierten Staffel von "Bates Motel" hätte man durchaus einen Schlusspunkt setzen können. Die US-Serie nach Alfred Hitchcocks Filmklassiker "Psycho" gelangte an dieser Stelle nämlich zur Ausgangslage des Originals: Norman Bates (Freddie Highmore) lebt mit dem Leichnam seiner Mutter unter einem Dach und verliert sich mehr und mehr in seiner Traumwelt, in der Norma (Vera Farmiga) alles andere als tot ist.

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An dieser Situation hat sich zu Beginn von Season 5, die neu auf DVD und Blu-ray zu haben ist, nichts geändert: Zwei Jahre sind vergangen, Norman führt das Motel nun im Alleingang. In der Stadt lernt er die junge Ladenbesitzerin Madeleine Loomis (Isabelle McNally) kennen, die seiner Mutter sehr ähnlich sieht. Es ist daher nachvollziehbar, dass er sich magisch zu ihr hingezogen fühlt. Das wiederum missfällt natürlich Norma, die noch immer in Normans Kopf herumspukt und ihn kontrolliert.

Besessen von der kontrollsüchtigen Übermutter

Wie sich bald herausstellen soll, ergreift sie inzwischen noch viel häufiger als bislang Besitz von ihrem Sohn. Jeder, der diesem zu nahe kommt, bringt sich damit in tödliche Gefahr. Wenn Norman zu Norma wird, verwandelt sich der schüchterne und freundliche junge Mann in einen kompromisslosen Killer. Selbst Mitglieder der Familie sind nicht mehr vor ihm sicher: Sein Onkel Caleb (Kenny Johnson), sein Bruder Dylan (Max Thieriot) und auch Schwägerin Emma (Olivia Cooke) wissen übrigens noch gar nichts von Normas Tod. Als sie zurück nach White Pine Bay kommen, hat Norman die Kontrolle über sich längst verloren.

Alex Romero (Nestor Carbonell) plant, die schrecklichen Taten seines Stiefsohnes endgültig zu unterbinden. Norman soll für Normas Tod bezahlen. Tatsächlich gelingt dem ehemaligen Polizisten die Flucht aus dem Gefängnis. Doch sein Rachefeldzug wird kein leichter sein.

Rihanna unter der Motel-Dusche

Das bittere und sehr konstruierte Ende kann man als Zuschauer in etwa schon früh erahnen. Zuvor überraschen allerdings so einige Anspielungen auf die Hitchcock-Vorlage. Die populäre Duschszene mit der Figur der Marion Crane (kleine Gastrolle für US-Superstar Rihanna) darf dabei natürlich nicht fehlen. Diese verläuft aber ganz anders als erwartet.

Mit einem Augenzwinkern schicken die Drehbuchautoren in den finalen zehn Episoden einen Großteil der langjährigen Charaktere in den Serientod. Viele bekannte Gesichter kehren daher nur für eine stark begrenzte Screenzeit zurück, ohne dabei noch eine großartige Funktion zu übernehmen. Das fällt vor allem beim kauzigen Chick (Ryan Hurst) auf, der in dieser Staffel ziemlich überflüssig bleibt.

© Universal Pictures
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1/7 
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Romero braucht es dagegen noch für einen ersten kleinen Showdown. Der Ex-Sheriff wirkt aber diesmal wie ausgewechselt und handelt ungewohnt hitzköpfig. Da scheint selbst der schizophrene Norman zuweilen noch überlegter zu agieren. Freddie Highmore wird als Protagonist mehr denn je gefordert: So oft wie nie zuvor muss er in seiner Rolle zwischen den beiden Persönlichkeiten wechseln.

Alles nur in seinem Kopf

Der Brite spielt so gut, dass ein kurzer Blick in sein Gesicht oder auf seine Körperhaltung genügt, um ihn als Norman oder Norma auszumachen. Oft tritt für die Zuschauer dann aber wieder Vera Farmiga als die penetrante Übermutter in Erscheinung. Die Übergänge sind fließend, verwirren aber nie.

Da Norman seine Mutter für quicklebendig hält, sie wie gehabt sehen und sich mit ihr unterhalten kann, kommt es weiterhin auch zu gemeinsamen Szenen mit dem komplexen Mutter-und-Sohn-Gespann. Bei den meisten Geschehnissen und Unterhaltungen der Staffel handelt es sich also nur um Hirngespinste Normans. Diese haben aber nicht selten Auswirkungen auf die tatsächlichen Ereignisse.

Diese surrealen Momente verlieren durch das hervorragend eingespielte Duo Farmiga/Highmore zwar nie an Unterhaltungswert. Doch sie werden auch ganz klar dafür genutzt, um die überschaubare Handlung der Staffel zu strecken. Ein bisschen weniger Norman und Norma und eine verstärkte Integration der lieb gewonnenen Nebenfiguren in das letzte Kapitel der Geschichte hätte dem großen Serienfinale gut getan.

Neue Ausnahmerolle für Freddie Highmore

Vielleicht war es aber einfach eine Frage des Produktionsbudgets, weshalb der Abschied vom "Bates Motel" für einige Schauspieler so kurz ausfallen musste. Bekanntlich steigen die Darstellergagen im Laufe der Serienjahre. So gesehen war es richtig und wichtig, vor allem in Freddie Highmore und Vera Farmiga, die beiden Seelen der Serie, zu investieren.

Nach dem Ende für "Bates Motel" hat der 25-jährige Highmore bereits die nächste TV-Hauptrolle übernommen: In "The Good Doctor" spielt er einen hochbegabten, autistischen Jungchirurgen. Das ABC-Krankenhausdrama zählt zu den bislang erfolgreichsten US-Serienneustarts der Saison.

"Bates Motel: Season 5", Veröffentlichung am 09.11.2017 auf DVD und Blu-ray (Universal Pictures)

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  • Rezension zu:
    Bates Motel: Staffel 5
  • Redaktionswertung:
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