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Doctor Foster: Eine betrogene Ehefrau dreht durch

Doctor Foster: Eine betrogene Ehefrau dreht durch © BBC / Polyband

In Großbritannien lief "Doctor Foster" 2015 zu erfolgreich, um als noch als Geheimtipp durchzugehen. Hierzulande feiert die Dramaserie allerdings erst jetzt Premiere im Heimkino.

Eine Frau, die von ihrem Ehemann betrogen wird: Dieses Szenario gab es schon unzählige Male in Soaps und TV-Dramen. Zuletzt beschäftigte sich die US-Serie "The Affair" ausgiebig mit der Ehebruch-Thematik. Das Ergebnis fiel allerdings arg zäh aus, vor allem wenn man die BBC-Produktion "Doctor Foster" zum Vergleich heranzieht.

Die war ursprünglich als 5-teilige Miniserie angelegt. Nach tollen Einschaltquoten wurde aber längst eine zweite Staffel in Auftrag gegeben. Sollte diese nur halb so spannend werden wie die erste, dürften die Zuschauer immer noch gebannt am Bildschirm kleben.

Ehebruch als hochspannender Psychothriller

Serienschöpfer und Drehbuchautor Mike Bartlett ("The Town", "Doctor Who") ist es gelungen, den ehelichen Vertrauensbruch gleichermaßen als Psycho- und Verschwörungsthriller zu inszenieren. Zuerst beginnt noch alles ganz harmlos: Die beruflich stark eingespannte Ärztin Gemma Foster (Suranne Jones) entdeckt ein langes blondes Haar auf dem Schal ihres Mannes, das offensichtlich nicht ihr gehört.

Die Zweifel sind geweckt: Hintergeht Simon (Bertie Carvel) sie mit einer anderen Frau? Kollegin Ros (Thusitha Jayasundera) redet Gemma gut zu. Doch sie kann es einfach nicht lassen, genauer hinzusehen: Ein verdächtiges Detail führt zum nächsten. Oder ist Gemma einfach nur paranoid? Als sie Simon hinterherspioniert, gelangt sie immer wieder nur in eine Sackgasse.

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Ihr ungutes Bauchgefühl bleibt und lässt sie schließlich Grenzen überschreiten, um die Wahrheit herauszufinden. Wer tief genug gräbt, holt auch die dreckigsten Geheimnissen aus dem Loch. Ehe sich Gemma versieht, steht sie vor den Scherben ihrer Ehe und ihres Lebens.

Das perfekte Rache-Dinner

Mit jeder schockierenden Entdeckung, die sie macht, steigt auch das Entsetzen auf der Zuschauerseite. Gleichzeitig erwacht das Verlangen nach Rache: „Zahl es dem Mistkerl heim“, will man rufen. Denn Gemma versucht zunächst, den Vertrauensbruch zu akzeptieren und Simon zu verzeihen. Sie liebt ihn trotz allem und Sohnemann Tom (Tom Taylor) vergöttert seinen Vater.

Schnell wird ihr aber klar: So wird das nicht funktionieren, zumal Simon weiterhin ein falsches Spiel mit ihr treibt. Dabei kennt er inzwischen ihre Zweifel an ihm. Allerdings ahnt er nicht, wie viel Gemma wirklich weiß. Genau das gibt ihr die Macht zurückzuschlagen und seine Lügen auf unangenehme Weise ans Licht zu bringen.

Zur großen Abrechnung kommt es bei einer grandios fiesen Dinner-Szene, die Hauptdarstellerin  Suranne Jones ("Scott & Bailey") zur Höchstform auflaufen lässt. So eine tolle Racheaktion hat es seit dem Ende von "Revenge" nicht mehr gegeben. Weitere Parallelen zur US-Serie lassen sich allerdings nicht ziehen: In "Doctor Foster" geht es lange nicht so soapig zu.

Zweite Staffel startet noch 2017

Was Protagonistin Gemma erlebt, mag zwar überspitzt dargestellt sein, beruht aber auf so vielen nachvollziehbaren, echten Momenten aus dem Leben. Beim langen Binge-Watching-Abend mit dem Partner könnte es während des packenden Beziehungsdramas durchaus zu prüfend-misstrauischen Blicken auf der Couch kommen.

Staffel 1 von "Doctor Foster" endet relativ abgeschlossen. Die Konflikte und gebeutelten Charaktere bringen aber definitiv viel Potenzial für die geplante Fortsetzung mit. Die fünf neuen Folgen werden voraussichtlich noch 2017 in Großbritannien auf Sendung gehen. Hierzulande hat sich leider noch kein TV-Sender der Serie angenommen.

"Doctor Foster: Staffel 1": Veröffentlichung am 31.03.2017 auf DVD und Blu-ray (Polyband/WVG)

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  • Rezension zu:
    Doctor Foster: Staffel 1
  • Redaktionswertung:
    Redaktionswertung
Leserwertung:
(4 Stimmen)
Kommentare  
#2 Petra 2017-04-18 10:40
Aber das ist ja auch ein entscheidender Punkt und Konflikt der Serie. Es geht ja nicht darum, alles möglichst moralisch korrekt darzustellen. Es ist eben ein Drama! Die Protagonistin hat natürlich Fehler, aber Suranne Jones spielt die Role grandios, wie ich finde. Wenn du heile Welt willst, musst du eben eine ZDF-Schnulze schauen.:-)=
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#1 Deckard 2017-04-16 15:12
Ich fand die Dame schlichtweg furchtbar in ihrem egoistischen Rachefeldzug. Ich meine - wie kann man seinem eigenen Kind so etwas zumuten - nur um selbst Genugtuung zu verspüren bzw. dem untreuen Ex eines auszuwischen, auch wenn es noch so gut tut oder vermeintlich moralisch berechtigt ist? Leider kenne ich auch in der Realität solche Fälle. Das Wohl des Kindes steht da an letzter Stelle.
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