Eine Studentin ist knapp bei Kasse und probiert sich als Mitarbeiterin einer Escort-Agentur für ein wohlhabendes Klientel. Der Job erweist sich als aufregend – zumindest zu Beginn.

Von TEXT-BAUER
Selling Sex
Nelly (Ella Morgen) weiß genau, was sie will / © ARD Degeto Film, Mia Wallace Productions, Senator Film Produktion, Michel Vertongen

Eine Studentin ist knapp bei Kasse und probiert sich als Mitarbeiterin einer Escort-Agentur für ein wohlhabendes Klientel. Der Job erweist sich als aufregend – zumindest zu Beginn.

Die belgisch-deutsche Dramedy „Selling Sex“ schafft es vermutlich allein wegen ihres reißerischen Titels nur ins öffentlich-rechtliche Nachtprogramm: Das Erste zeigt alle sechs Folgen der Miniserie am 28. August ab 23:55 Uhr. Die Ausstrahlung zieht sich damit bis fast 3:00 Uhr. Entsprechend empfiehlt es sich, die Produktion in der ARD Mediathek zu bingen. Dort ist sie ebenfalls ab Freitag verfügbar.

Schnell verdientes Geld

Ella Morgen spielt in „Selling Sex“ die ehrgeizige Mittzwanzigerin Nelly, die sich mit Catering-Jobs über Wasser hält. Dabei hat sie so viel mehr auf dem Kasten. Doch ihr unverschämt teurer BWL-Studiengang und ihr unbezahltes Praktikum bei einer renommierten Finanzberatung schränken sie zu sehr ein. Sie kann sich kaum das WG-Zimmer mit ihrer Kindheitsfreundin Bonnie (Manal Raga a Sabit) leisten.

Bis zu ihrem Master-Abschluss wird sie aber vermutlich weiterhin keine großen Sprünge machen können. Unerwartet eröffnet sich dann aber eine Option, um an schnelles Geld zu kommen. Sie trifft auf ihre ehemalige Kollegin Giulia (Samirah Breuer), die für einen luxuriösen Escort-Service arbeitet. Nach kurzem Zögern wird auch Nelly für die Agentur tätig.

Alles hat seinen Preis

Mit ihrem neuen, deutlich lukrativeren Nebenjob inspiriert sie auch Modedesignerin Bonnie zum Entdecken ihrer Sexualität sowie zu einer außergewöhnlichen Kollektion für Sexworker. Das Verlassen ihrer Komfortzonen führt allerdings auch dazu, dass sich die Freundinnen zunehmend in entgegengesetzte Richtungen entwickeln.

Je länger Nelly als Escort arbeitet, desto häufiger muss sie sich fragen, wie wichtig ihr Freiheit und Erfolg sind. Wie weit will sie noch gehen und was will und kann sie dafür aufgeben?

Basierend auf persönlichen Erfahrungen

Das Ensemble von „Selling Sex“ ergänzen Lera Abova, Malik Blumenthal, Madieu Ulbrich, Inga Busch, Sasha Maria von Halbach, Joscha Baltha, Helena Phil, Flora Thiemann, Xidir Koder Alian, Anna von Auersperg, Arber Aliaj und Mo Asumang. Die Serie wurde von Marie C. König und Miriam Dehne entwickelt, die auch Regie führten. Die beiden schrieben die Drehbücher gemeinsam mit Hannah Schopf.

König arbeitete selbst viele Jahre in der Branche und konnte so viele persönliche Erfahrungen in die Geschichte einfließen lassen. Gedreht wurden die zwischen 20 und 30 Minuten langen Episoden in Brüssel. Der Arbeitstitel lautete zunächst „Money Honey“.

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Quelle: YouTube / Wild Bunch Germany

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