Eine erfahrene Ärztin schickt einen jungen Patienten mit starken Kopfschmerzen nach Hause. Kurze Zeit später ist er hirntot. Etwa wegen ihrer Fehldiagnose?

Von TEXT-BAUER
Nachbeben
Alexandra (Özlem Saglanmak) steht ständig unter Strom / © Lighthouse, Per Arnesen

Eine erfahrene Ärztin schickt einen jungen Patienten mit starken Kopfschmerzen nach Hause. Kurze Zeit später ist er hirntot. Etwa wegen ihrer Fehldiagnose?

Zuletzt thematisierten Serien wie „KRANK Berlin“, „The Pitt“, „Atemlos“ und „This Is Going To Hurt“ das marode Gesundheitssystem. Auch das dänische Drama „Nachbeben“ (Originaltitel: „Det andet offer“) nimmt sich der Problematik an.

Das Spielfilmdebüt von Regisseurin und Drehbuchautorin Zinnini Elkington war im vergangenen Frühjahr kurzzeitig im Kino zu sehen. Am 25. September erfolgt die Veröffentlichung auf DVD und Blu-ray. Digital ist die Produktion bereits seit 10. September verfügbar.

Darum geht es in „Nachbeben“

Auf der überlasteten Schlaganfallstation beginnt für die erfahrene Neurologin Alexandra (Özlem Saglanmak) ein Arbeitstag wie viele zuvor: zu wenig Personal, zahlreiche Entscheidungen und permanenter Zeitdruck. Alexandra beschwert sich nicht, sondern packt an und übernimmt zusätzliche Aufgaben.

Auch als sie von der jungen Assistenzärztin Emilie (Mathilde Arcel Fock) um Rat wegen des 18-jährigen Oliver (Jacob Spang Olsen) gebeten wird, ist sie zur Stelle. Der Patient klagt über extreme Kopfschmerzen. Als Alexandra den Jugendlichen untersucht, sieht sie keine akute Gefahr und schickt ihn nach Hause. Doch wenige Minuten später kollabiert Oliver. Wie sich herausstellt, hat er eine Hirnblutung. Schließlich kann nur noch sein Hirntod festgestellt werden.

Für Alexandra beginnt damit eine persönliche und berufliche Ausnahmesituation. Olivers Eltern Camilla (Trine Dyrholm) und ihr Mann (Anders Matthesen) machen ihr schwere Vorwürfe. Die Ärztin hadert zunehmend mit sich selbst und hinterfragt ihre Diagnose. Hat sie tatsächlich einen Fehler gemacht? Es kommt schließlich zu internen Untersuchungen und Alexandra muss auch mit weitreichenden juristischen Konsequenzen rechnen.

Mehrfach preisgekrönt

International trägt „Nachbeben“ den englischen Titel „Second Victims“. Das sogenannte Second-Victim-Phänomen umschreibt den seelischen Preis, den medizinisches Personal zahlt, wenn bei Behandlungen Fehler passieren.

Der Streifen heimste mehrere Preise ein: Neben sechs Auszeichnungen bei den dänischen Robert Awards, gewann er auch den Preis der Filmkritik in der Kategorie „Bester Film“ beim Filmfest Hamburg und den NDR-Filmpreis bei den Nordischen Filmtagen Lübeck.

Im Folgenden könnt ihr euch den Trailer zu „Nachbeben“ anschauen.

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Quelle: YouTube / Filmladen Filmverleih

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