„Jenseits von Eden“ aus einer anderen Perspektive: Der Netflix-Siebenteiler „East Of Eden“ legt den Fokus auf die Figur der Cathy Ames.
Netflix wagt sich an einen großen Literaturklassiker. Der Streaming-Dienst hat John Steinbecks „Jenseits von Eden“ neu als Miniserie verfilmt. Alle sieben Folgen von „East Of Eden“ erscheinen am 1. Oktober. Marvel-Star Florence Pugh schlüpft darin in die Rolle der Antiheldin Cathy Ames.
Die Romanvorlage stammt aus dem Jahr 1952 und erzählt eine generationenübergreifende Familiensaga, die sich mit den Themen Liebe, Eifersucht und Schuld sowie der Frage nach Gut und Böse auseinandersetzt. Steinbeck ließ sich für sein Werk auch von der biblischen Geschichte von Kain und Abel inspirieren.
Cathy Ames im Zentrum des Geschehens
In der neuen Netflix-Serie beginnt die Handlung im Kalifornien des frühen 20. Jahrhunderts und erstreckt sich über mehrere Jahrzehnte. Im Zentrum des Geschehens steht die geheimnisvolle und manipulative Cathy Ames. Ihre Entscheidungen führen zu weitreichenden Folgen für die Familie Trask.
Vor allem die Brüder Adam Trask (Christopher Abbott) und Charles Trask (Mike Faist) geraten durch Cathy in einen weitreichenden Konflikt. Zur Familie gehören auch Cyrus Trask (Tracy Letts), Cal Trask (Joseph Zada) und Aron Trask (Joe Anders). Weitere wichtige Figuren stellen der irische Farmer Samuel Hamilton (Ciarán Hinds), der chinesisch-amerikanische Diener Lee (Hoon Lee) sowie die Bordellbesitzerin Faye (Martha Plimpton) dar.
Unterschiede zur Erstverfilmung und zum Roman
Im Unterschied zu Elia Kazans berühmter Filmversion von 1955 mit James Dean erzählt die Serie nicht nur einen Teil der Vorlage. „East Of Eden“ versucht, die gesamte Familiensaga abzudecken. Erzählt wird sie aus der Perspektive Cathys. Es gibt weitere Abweichungen zum Buch: Die Geschichte der irischen Farmerfamilie Hamilton fällt in der modernen Verfilmung sehr kompakt aus.
„East Of Eden“ wurde von Schauspielerin und Drehbuchautorin Zoe Kazan entwickelt. Die 43-Jährige ist die Enkelin von Elia Kazan. Neben Jeb Stuart fungiert sie auch als Showrunnerin und ausführende Produzentin. Regie führten Garth Davis (Folge 1 bis 4) und Laure de Clermont-Tonnerre (Folge 5 bis 7). Für die Umsetzung des Mehrteilers zeichnen sich die Produktionsfirmen Fifth Season und Anonymous Content verantwortlich.
Bereits 1981 wurde „Jenseits von Eden“ als Miniserie verfilmt. Damals waren Warren Oates, Timothy Bottoms, Bruce Boxleitner und Jane Seymour in den Hauptrollen zu sehen.
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